Brücken bauen, damit aus Einsamkeit Geselligkeit wird!

Brücken bauen, damit aus Einsamkeit Geselligkeit wird!

Strukturen gegen Einsamkeit im Alter
Im Rahmen einer Projektbereisung durch die niedersächsische Staatssekretärin Birgit Honé wurde am Dienstag, den 25.07.2017, im Rathaus Visbek und im Dorfhaus Astrup das Projekt „Zuhause alt werden im ländlichen Raum – Ein Dorf wird aktiv!“ vorgestellt. „Soziale Innovationen“ sollen in der Gemeinde gefördert werden. Was heißt das genau?

Das im Januar 2017 gestartete Projekt der selbstgestALTER (Sozialstation Nordkreis Vechta) wurde von der Diplom-Gerontologin Petra Pohlmann vorgestellt. In ihrem Vortrag betonte Petra Pohlmann das Problem der Einsamkeit älterer Menschen. Ziel des Projektes ist es, dass die Visbeker Senioren nicht allein gelassen, sondern aktiv in das Gemeindeleben und in bestehende oder auch neue soziale Netzwerke involviert werden, damit sie möglichst lange selbstständig zu Hause wohnen bleiben können..

Wichtig ist hier, dass ein Bewusstsein für ein Miteinander und eine Helferkultur bei den Bürgern der Gemeinde entsteht. Dafür sollen Ehrenamtliche, Vereine, regionale soziale Dienstleister, Ärzte, Apotheken und auch die Wirtschaft sensibilisiert und so innovativ vernetzt werden, dass gemeinsam die Interessen der Senioren in den Blick genommen werden können. Ein erstes Netzwerktreffen der Vereine hat bereits am 12.06.2017 stattgefunden. Darüber hinaus soll eine Zusammenarbeit mit örtlichen Unternehmen angestrebt werden, um ältere Arbeitnehmer dafür zu sensibilisieren, auch nach dem Erwerbsleben eine aktive Rolle in der Gesellschaft zu übernehmen.

Für diese komplexe Aufgabe, ist die  Koordination über eine Fachstelle „Brücken bauen“ notwendig, die langfristig in Visbek aufgebaut werden soll. Dort können dann alle Informationen und auch kreativen Ideen vernetzt und nachhaltig umgesetzt werden. Die Strukturen auf dem Land bleiben erhalten bzw. werden wiederbelebt. Diese Umsetzung soll aufkommende Bedarfe innovativ und lösungsorientiert bewältigen. Für eine optimale Vernetzung sollen alle Senioren in das soziale Netzwerk miteinbezogen werden,

Im Dorfhaus Astrup lobte Birgit Honé die anwesenden Projektteilnehmer: „Es wäre toll, wenn sich Menschen immer so einfach vernetzen würden.“ In Astrup finden bereits seit einiger Zeit ein selbstorganisierter Spieletreff und ein Sportnachmittag vor Ort (in Kooperation mit dem RW Visbek) statt. In den Wintermonaten wird es außerdem wieder eine Veranstaltungsreihe mit verschiedenen Themen im Dorfhaus geben. Im Haus der Familie sind jeden 1. Dienstag im Monat um 15 Uhr alle herzlich eingeladen, die ein Anliegen zum rund um das Alter(n) in Visbek haben und darüber diskutieren und mitgestalten möchten.

Text: Sarah Bramlage (selbstgestALTER)


Empfang Birgit Honé
Foto: Noelle Meyer