65-jährige Visbeker zu Gast im Rathaus

Bunter Nachmittag 2017
Freuten sich über die Einladung: Die 65-Jährigen in der Gemeinde Visbek; vorne Bürgermeister Gerd Meyer, 2. v. r. Referent Erwin Stubbe (Foto: Kallage)

Bürgermeister Gerd Meyer erfreut über Resonanz
Ein voll besetzter Ratssaal, zufriedene Gesichter. Auch in 2017 war der „Bunte Nachmittag“ der Gemeinde Visbek ein großer Erfolg. Einmal im Jahr werden alle Bürger in der Gemeinde, die das 65. Lebensjahr vollendet haben, von der Gemeinde eingeladen. Rund 50 Jubilare waren der Einladung gefolgt (10. Mai).

Bürgermeister Gerd Meyer begrüßte die Gäste im Rathaus mit einem „Wer rastet, der rostet“ und appellierte, sich ehrenamtlich zu engagieren. „Als Rentner haben sie ja jetzt mehr Zeit“, so der Verwaltungschef mit einem Augenzwinkern. Zuvor hatte er in einer Bustour die jüngsten Entwicklungen in der Gemeinde vorgestellt.

Sich gesellschaftlich einzubringen regte auch Friedrich Kühling an. Der Jung-Rentner warb als Koordinator der Jubiläumsfeierlichkeiten für die 1.200-Jahr-Feier Visbeks in zwei Jahren. „Es soll ein Fest für alle Visbeker werden – von Visbekern organisiert“, so der 66-jährige Visbeker.

Die zahlreichen Aktivitäten der „Visbeker Warkstäe“ stellte – in plattdeutscher Sprache – der gemeindliche Plattdeutsch-Beauftragte Erwin Stubbe vor. Ziel der „Warkstäe“ sei es, Ideen zu entwickeln, wie man Kinder und Jugendliche für die plattdeutsche Sprache begeistern könne. „Dies geht ausgezeichnet durch gemeinsame Aktionen“, wusste der Plattdeutsch-Experte. Die Angebote der plattdeutschen Arbeitsgruppe würden daher recht unterschiedlich sein. „Vom plattdeutschen Cocktail-Abend über Vorlesenachmittage mit Kindern bis zur plattdeutschen Maiandacht ist alles dabei“, so Erwin Stubbe.

Das seit fast zehn Jahre bestehende Familienförderkonzept der Gemeinde Visbek erläuterte Familienbeauftragter Wolfgang Niehaus. Dies sehe eine einkommensabhängige sowie eine Förderung ab dem dritten Kind vor. „Um Familie und Arbeit unter einen Hut zu bringen, bietet die Gemeinde auch eine Familienbetreuung an“, erläuterte der Gemeindebedienstete. Im „Haus der Familie“ sei auch die „Tafel“ untergebracht. Rund 50 Ehrenamtliche verteilen hier regelmäßig Lebensmittel an Finanzschwächere. Sowohl Erwin Stubbe als auch Wolfgang Niehaus wünschten sich weitere Helfer: „Egal, ob für Plattdeutsch-Angebote in den Kindergärten und Schulen oder für die Warenausgabe in der ‚Tafel‘, in der Flüchtlingsarbeit sowie für die Betreuung älterer Personen.“