Gute Umgangsformen auch heute noch bedeutsam

Kloenrunde Margret Emke
Dank mit einem guten Tropfen – Margret Emke und Erwin Stubbe (Foto: Heinz Kühling)

Margret Emke: „Jedem Menschen steht ein Gruß zu“
Gibt es noch den Kavalier alter Schule? Ist gutes Benehmen heute noch wichtig? Wie ist es um einen höflichen Gruß bestellt? Benimm-Referentin Margret Emke hatte zu diesen und weiteren Fragen auf dem jüngsten Klönabend der „Visbeker Warkstäe“ eindeutige Antworten parat. Fazit: Richtiges Benehmen ist auch in der modernen Welt noch außerordentlich wichtig.

„Gute Umgangsformen haben nach wie vor eine große Bedeutung in der Gesellschaft“, so die 56-jährige Visbekerin. Sie zitierte hierzu den irischen Schriftsteller Jonathan Swift, wonach „gutes Benehmen die Kunst ist, Menschen unseren Umgang angenehm zu machen.“ Dabei sei es durchaus angebracht, taktlose Menschen auf Ihr Fehlverhalten hinzuweisen, „auch wenn man es nicht gern macht.“

Humorvoll und anhand von praktischen Beispielen erläuterte sie den Zuhörern diverse Regeln des guten Benehmens. Eine wichtige Charaktereigenschaft sei dabei die Höflichkeit. Der höfliche Mensch trete in Vorleistung. Auch das Grüßen habe eine besondere Bedeutung. „Jedem Menschen steht ein Gruß zu und der Gruß sollte auch erwidert werden.“ Diese Benimm-Regel sei auch heute noch gültig. Andere Menschen sollten wie sich selbst wertgeschätzt werden.

Auch richtige Tischmanieren seien ein Ausdruck guten Benehmens. Man spricht nicht mit vollem Mund, das wisse jeder. Was weniger bekannt sei: In einer größeren Tischgesellschaft führe man nur mit den Nebenleuten Gespräche. „Für ein Gespräch mit entfernt sitzenden Personen steht man auf“, so die Referentin in ihrem plattdeutschen Vortrag.

Im Anschluss an eine lebhafte Diskussion bedankte sich Visbeks Plattdeutsch-Beauftragter Erwin Stubbe bei Margret Emke mit einem Präsent für ihren Vortrag „Gauet Benähmen is richtiget Benähmen“. Gleichzeitig lud er alle Interessierten zum nächsten plattdeutschen Klönabend am 13. Juni ein.