Projekt des Andreaswerkes bringt Heilpädagogischen Kindergarten, Kindertagesstätte sowie Wohnmöglichkeiten unter ein Dach

Spatenstich
Beim Spatenstich mit Vertretern der Gemeinde Visbek, des Andreaswerkes und der beteiligten Firmen packten auch einige Kinder aus dem Heilpädagogischen Kindergarten tatkräftig mit an.

Startschuss für Neubau in der Overbergstraße
Allzu weit müssen die Umzugskartons nicht getragen werden: In direkter Nachbarschaft zu den bisherigen Räumlichkeiten des Heilpädagogischen Kindergartens (HPK) entsteht derzeit der Neubau „Heilpädagogischer Kindergarten und Kindertagesstätte Visbek“. Mit dem ersten Spatenstich fiel am Mittwoch (29. März) der Startschuss für die Arbeiten auf dem Gelände an der Overbergstraße. Bauherr ist das Andreaswerk.

Voraussichtlich Anfang 2018 sollen die derzeit in der Benedikt-Schule untergebrachten zwei heilpädagogischen Kindergartengruppen mit insgesamt 16 Kindern in den Neubau umsiedeln können. Eine Kindergartengruppe und eine Krippengruppe kommen an dem Standort neu hinzu. „Dadurch können wir in der Overbergstraße ab dem kommenden Jahr 56 wohnortnahe Plätze für Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen von einem bis sechs Jahren vorhalten“, erklärt Bürgermeister Gerd Meyer. In die frei werdenden Räume in der Benedikt-Schule ziehen Schüler der Erich Kästner-Schule.

Um die Auslastung machen sich Siegfried Böckmann, Fachbereichsleiter Kindergarten des Andreaswerkes, und Sonja Holtz, Abteilungsleitung HPK Visbek, keine Sorgen. „Der Bedarf ist da“, sind sie überzeugt.  Bei der Belegung wollen das Andreaswerk, das Familienbüro der Gemeinde und die Kirchengemeinde daher eng zusammenarbeiten. „Als Träger von Einrichtungen  im gesamten Landkreis wissen wir, wie wichtig eine gute Vernetzung mit der Kommune ist“, betont Siegfried Böckmann.

Der HPK und die Kindertagesstätte teilen sich in dem Neubau eine Nutzfläche von rund 800 Quadratmeter. Im Obergeschoss des HPK hat das zuständige Architekturbüro Ewald Wehry zusätzlich sieben Wohnungen für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen eingeplant. Die Wohnungen sind zwischen 38 und 51 Quadratmeter groß und verfügen über separate Eingänge. „Ein Vor-Ort-Angebot, was uns besonders wichtig ist“, so Bürgermeister Gerd Meyer.

Auch Aloys Freese, Aufsichtsratsvorsitzender des Andreaswerkes, freut sich, dass es nun endlich losgehen kann. Er ist überzeugt: „Mit der neuen Einrichtung wird dem Gedanken der inklusiven, integrativen und heilpädagogischen Förderung Rechnung getragen.“ Das Andreaswerk rechnet mit Kosten von rund 2,1 Millionen Euro für sein neues Projekt.

Text und Foto: Melanie Thiel de Gafenco, Referentin Öffentlichkeitsarbeit, Andreaswerk