Alwin Tepe fesselt mit „Warkstäe“-Vortrag

Alwin Tepe
Unterhielt auf Platt: Alwin Tepe

Delfintherapien von Tochter Lena im Land Curacao

Dass die „Visbeker Warkstäe för Plattdütsch“ auch außergewöhnliche Themen behandelt, hat der Plattdeutsch-Verbund am 26. Januar 2017 erneut unterstrichen. Alwin Tepe aus Lutten stellte den knapp zwanzig Interessierten die Delfintherapien von Tochter Lena vor.

„Unser Leben ist durch den damaligen Reitunfall unserer Tochter ein anderes geworden“, machte der 68-jährige Vater deutlich. Nachdem Tochter Lena monatelang im Koma gelegen habe, sei es ein langer Prozess gewesen, bis man „in den normalen Lebensrhythmus“ zurückgefunden habe. Heute sei es so, dass Lena die Grobmotorik weitestgehend wieder erlangt habe. „Sie schreibt ein Tagebuch und kann sich auch mit Gehhilfen und einem Spezialfahrrad fortbewegen“, so der Dirigent des gemischten Chores „Cäcilia“, Lutten.

Zu dieser erfreulichen Entwicklung hätten auch die Delfintherapien im Land Curacao beigetragen. Dreimal sei Tochter Lena zu einer therapeutischen Behandlung auf der Karibikinsel gewesen. Durch die Delfintherapien würden Glückshormone freigesetzt, die den Genesungsprozess der Tochter unterstützt hätten. „Delfine erkennen ein Handicap und lassen sich auf die Menschen ein“, informierte Alwin Tepe. Seit der ersten Therapieeinheit trägt Lena keine Beinorthesen mehr. Mittels eindrucksvoller Fotos und Filmsequenzen verdeutlichte er den Wert der Therapie mit den Delfinen.

Die Familie sei dankbar, dass zahlreiche Spender die kostenintensiven Delfintherapien ermöglicht hätten. „Ohne deren Unterstützung und einer hilfreichen Öffentlichkeitsarbeit wäre das alles nicht möglich gewesen“, erläuterte der Familienvater. Er sei auch gerne bereit, anderen Gruppen und Verbänden vorzustellen, wie die Spendengelder verwendet worden seien. „Vielleicht kann ich mit der Erzählung über unsere Tochter anderen Menschen mit Handicap ein wenig mehr Lebensmut machen“, so der Referent abschließend.

Visbeks Plattdeutsch-Beauftragter Erwin Stubbe bedanke sich mit einem Buchpräsent und einem „edlen Tropfen“ bei Alwin Tepe für den eindrucksvollen Vortrag. Gleichzeitig kündigte er für 14. März den nächsten Klönabend der „Visbeker Warkstäe“ an.