Bericht zum Jahreswechsel

Gerd Meyer
Bürgermeister Gerd Meyer

Jahresrückblick 2016 und Großprojekte in 2017
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Rathausteam bedankt sich ganz herzlich für Ihr Vertrauen und bei Allen, die durch ihr persönliches Engagement und Tatkraft dazu beigetragen haben, dass das Jahr 2016 im Rückblick gesehen, ein für Visbek gutes und von wichtigen Zukunftsentscheidungen geprägtes Jahr war.

Enttäuscht bin ich persönlich vom Normenkontrollantrag der Nachbarstadt Wildeshausen zur Entwicklung unseres neuen Gewerbegebietes an der Wildeshauser Straße, da hier ein äußerst intensives und transparentes Beteiligungsverfahren über Jahre hinweg stattgefunden hat. Das europaweite Ausschreibungsverfahren zur Findung eines Architekten im Zusammenhang mit der Sanierung der Oberschule/Benedikt-Schule hat uns in unseren Planungen ebenfalls zeitlich zurückgeworfen. Es sind die beiden Großprojekte in 2017  – gut 8,5 Mio. € sind dafür an Investitionen eingeplant.

Insgesamt sind ca. 18,7 Mio. € für Investitionen mit einer Kreditaufnahme von 7,5 Mio. € vorgesehen. Hier gilt der Dank allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den innovativen Unternehmen in unserer Gemeinde, die uns diesen finanziellen Kraftakt ermöglichen. Die Steuereinnahmekraft ist beeindruckend und wir sind dadurch in der Lage, die Kredite wieder zu tilgen und hier nicht auf Kosten unserer Kinder und späterer Generationen zu agieren.

Dabei gilt mein besonderer Dank den Ratsmitgliedern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, die verteilt auf 36 Sitzungen, hier die entsprechenden Beschlüsse in 2016 mit erarbeitet und gefasst haben. Von ihnen wurde dabei ein enormer Arbeits- und Zeitaufwand erbracht.

Der Flächennutzungsplan ist neu aufgestellt, zahlreiche Bebauungspläne wurden beschlossen, ein Grundsatzbeschluss zur Immissionsreduzierung in den Bauerschaften gefasst und eine neue Sporthalle  gebaut. Die Sanierung der Altablagerung „Deponie an der Twillbäke“ ist in der Umsetzung, die Rettungswege  in der Benedikt – Schule sind fertiggestellt, neue Medien in den Schulen gefördert, neue Krippen- und Regelgruppen an der Ahlhorner Str. bzw. an der Rechterfelder Straße geschaffen. In 2017 wird an dem Neubau des Andreaswerkes (heilpädagogischer Kindergarten mit 7 Wohnungen für Menschen mit und ohne Behinderung) eine weitere Krippen- bzw. Regelgruppe für die Gemeinde angebaut, die Turn- und Schwimmhalle saniert, Kompensationsmaßnahmen realisiert,  das „Haus Post“ für den Heimatverein und als ein Informationszentrum fertiggestellt und die Familienförderung fortgeführt, um nur einige Vorhaben hier zu benennen.

Darüber hinaus können in 2017 mind. 70 Bauplätze zur Verfügung gestellt werden und auch der Mietwohnungsbau mit einer Verdichtung im Kernbereich zeigt erste Erfolge und wird weiter forciert.

Es geht uns um Lebensqualität und hier möchte ich stellvertretend und beispielhaft für alle Vereine und Gruppen, das nach wie vor unermüdliche Engagement vieler Visbekerinnen und Visbeker für die Flüchtlingshilfe und für das Projekt der selbstgestALTER  - „Zuhause alt werden im ländlichen Raum – ein Dorf wird aktiv!“ - erwähnen. Ohne ehrenamtliches Engagement geht es nicht und ich füge auch mit Blick auf unsere Rettungsdienste hinzu: Das Leben wird erst wirklich wertvoll durch ehrenamtlichen Einsatz, der in Zivilcourage und Nächstenliebe begründet ist und nicht aus Anspruchsdenken oder Erwartungen erfolgt.

Lassen wir uns auch 2017 von dem Zitat von Eric Schweitzer leiten: „Bei allem, was man tut, das Ende zu bedenken, das ist Nachhaltigkeit!“