Höchstleistung der Bienen bei Honigproduktion

Kloenrunde Imker
Bienenzüchter treffen Plattdeutsche: v. l. Plattdeutsch-Beauftragter Erwin Stubbe, die Imker Clemens Grave und Eduard Surmann (Foto: Heinz Kühling)

Imker Eduard Surmann referierte bei „Visbeker Warkstäe“
„Die Imkerei begleitet mich seit meiner Jugendzeit – und das mittlerweile bis ins Rentenalter.“ In ausgezeichnetem Plattdeutsch berichtete Eduard Surmann aus Lutten auf dem jüngsten Klönabend (18. Oktober) der Visbeker Warkstäe über seinen Werdegang als Hobby-Imker. Es war der mittlerweile 20. plattdeutsche Gesprächsabend, sodass der Arbeitskreis ein kleines Jubiläum feiern konnte.

Dabei erfuhren die Gäste viel Wissenswertes über die Imkerei. Beispielsweise, dass die Honigbiene seit jeher eine wichtige Rolle innerhalb des Ökosystems habe und verantwortlich für die Bestäubung einer Vielzahl von Pflanzen sei. Oder, dass die Königinnen in einem Bienenvolk täglich rund zweitausend Eier legen und weniger als ein Prozent der Imker die Imkerei erwerbsmäßig betreiben.

Auch die Bezeichnung „Arbeitsbiene“ habe seine Bedeutung. „Für fünfhundert Gramm Honig müssen Arbeitsbienen eine Flugstrecke von rund 120.000 Kilometer zurücklegen, also quasi dreimal um die Erde kreisen“, so der Bienen-Experte. Die Tätigkeit eines Imkers verdeutlichte er an mitgebrachten Arbeitsgeräten. Besonderes Interesse fand dabei ein traditioneller Bienenkorb aus Stroh.

Bevor der erzeugte Honig in den Verkauf gelange, würde er einer strengen Prüfung unterzogen. Der langjährige Imker Clemens Grave berichtete, dass er nach einer Operation an seiner Hand die Schnittstelle mit Honig eingerieben habe. Dabei sei der Schnitt so verheilt, dass er kaum noch zu erkennen gewesen sei.

Zum Abschluss seines Vortrags lud Eduard Surmann alle Gäste zu einem Besuch in das „Heimathuus Lutten“ ein, in dem eine eigenständige Imkerei-Abteilung bestehe. Plattdeutsch-Beauftragter Erwin Stubbe bedankte sich beim Referenten mit einem „Visbek-Bildband“. Der nächste Klönabend findet am 29. November statt.