Visbeker Radwegeleitsystem ist in die Jahre gekommen

Radwegeleitsystem
Sorgen für ein neues Radwegeleitsystem in Visbek, v. l. Alfred Kuhlmann, Markus Fischer, Landkreis Vechta, Alina Flach

Neukonzipierung mit dem Landkreis Vechta / Realisierung in 2017

Vor fast 25 Jahren war die Gemeinde Visbek Vorreiterin in der Region für die Installierung eines Radwege- und Wanderwegeleitsystems. Im Vorfeld der 1175-Jahrfeier in 1994 wurden in der Gemeinde vier Radwandertouren und sieben Wandertouren mit einer Gesamtlänge von über 200 Kilometer ausgewiesen und beschildert. Das System ist nunmehr überholt und zum Teil auch abgängig.
Die Kosten beliefen sich zu jener Zeit auf etwa 85.000 DM, rund 43.500 Euro, blickt Alfred Kuhlmann, Gemeindeverwaltung Visbek, zurück. „Eine Umsetzung ist damals ohne Erhalt von Fördergeldern erfolgt, weil man im Radfahren eine touristische Chance sah“, so der Hauptamtsleiter. Mittlerweile sei das System allerdings in die Jahre gekommen. „Das alte Konzept entspricht nicht mehr dem heutigen Standard einer Beschilderung“.
Es seien neue überregionale Radwege hinzugekommen, sodass die Beschilderung teilweise konkurrierend und uneinheitlich sei. „Dadurch ist streckenweise ein unübersichtlicher ‚Schilderwald‘ entstanden“, fügt Alina Flach, Touristik-Sachbearbeiterin der Gemeinde Visbek, hinzu. Daher habe es auch bereits die eine oder andere Beschwerde gegeben.
Da parallel der Landkreis Vechta eine Neukonzeptionierung des kreiseigenen Radwegeleitsystems plante, war schnell die Idee einer Kooperation geboren. Ziel des Landkreises ist es, eine einheitliche Beschilderung im gesamten Kreis mit neuestem Standard zu erreichen. Die bisherigen Visbeker Thementouren werden dabei in das Radwegenetz des Landkreises integriert – oder aufgehoben. „Dies hat zur Folge, dass die alte Beschilderung in Visbek abgebaut wird“, so Alfred Kuhlmann. Dafür erhalte man allerdings etwas Neues und Besseres. Die Planungen für den Landkreis Vechta übernimmt das Büro Dieter Spradau, Rastede.
Neben der einheitlichen Beschilderung sollen auch digitale Grundlagen für eine Navigation geschaffen werden. Gleichzeitig ist auch ein Knotenpunktsystem vorgesehen. „Dadurch können neben den ausgewiesenen und thematischen Touren auch individuelle Touren geplant werden“, erläutert Alina Flach die Vorteile des Systems. Die Kosten für die Beschilderung und für das Knotenpunktsystem werden vom Landkreis Vechta sowie von den Städten und Gemeinden im Kreis getragen. Zusätzlich wurden EU-Fördermittel beantragt. Ungeklärt ist derzeit noch, was mit den Schildern für die Wanderrouten passiert. Hier wäre auch eine Neuinstallierung erforderlich.
Einheimische und Gäste können sich bereits jetzt auf ein neuzeitliches und komfortables Radwegeleitsystem in Visbek im nächsten Jahr freuen, denn dann soll das Projekt landkreisweit umgesetzt werden. „Das ist sicherlich ein zusätzlicher Anreiz, unsere schöne Region per Rad kennenzulernen“, wirbt Alfred Kuhlmann bereits für die Radfahrsaison in 2017. Bis zur Realisierung wird das bisherige System jedoch noch erhalten bleiben.