Riesengroße Hilfsbereitschaft in Visbek

Gruppe
Foto: Bartimäus-Gruppe (Archiv) - Berlin war in 2014 das Ziel der Bartimäus-Gruppe Visbek. Dabei wurde auch das Brandenburger Tor besichtigt.

Bartimäus-Gruppe informierte auf Klönabend
„Inklusion ist ein wichtiges Thema, daher ist es schön, dass Menschen mit Behinderung und Nichtbehinderte gemeinsam am Klönabend teilnehmen“, begrüßte Visbeks Plattdeutsch-Beauftragter Erwin Stubbe kürzlich (19. April) über 20 Interessierte auf dem Plattdeutsch-Abend der „Visbeker Warkstäe“ im Gasthof Dieckhaus. Unter den Gästen waren auch mehrere Mitglieder der Visbeker Bartimäus-Gruppe, die den Abend gestaltete.

Die Sprecherinnen der Gruppe, Rita Krause und Rita Bramlage, blickten auf die Anfänge der Gruppe zurück. Danach sei die Bartimäus-Gruppe Ende 2003 unter dem „Dach“ der Kolpingsfamilie Visbek vom damaligen Visbeker Vikar Paulus Dinh Dung Phan ins Leben gerufen worden, um gemeinsame Aktivitäten und Projekte durchzuführen. Wegen der Verbundenheit zur Kolpingsfamilie seien die T-Shirts der Gruppenmitglieder mit den Schriftzügen „Tatkraft“, „Mut“ und „Begeisterung“ auch in den orangen Kolpingfarben gehalten.

Bartimäus sei ein im Neuen Testament erwähnter Blinder, den Jesus Christus wegen seines Glaubens heilte. Hiervon leite sich der Name ab. Heute habe die Gruppe 25 jugendliche und erwachsene Mitglieder. „Wir sind“, soweit bekannt, „die einzige Behindertengruppe in einer Kolpingsfamilie“, mutmaßten die Sprecherinnen. Das ursprüngliche Ziel einer gemeinsamen Freizeitbetätigung sei in all den Jahren umgesetzt worden. So habe man die Autostadt in Wolfsburg, die Meyer Werft in Papenburg mit ihren riesigen Kreuzfahrtschiffen, die Lüneburger Heide und sogar die Bundeshauptstadt Berlin besucht.

„Häufig haben wir zwei oder drei Veranstaltungen in einem Monat“, berichtete Rita Bramlage „up Platt“. An den 17 Veranstaltungen im vergangenen Jahr seien fast 500 Teilnehmer gezählt worden. „Besonders gut kommen Veranstaltungen mit Musik und Tanz an“, so Rita Krause. Die Finanzierung für Aktivitäten der Gruppe erfolge über Spenden. Sowohl finanziell als auch bei Veranstaltungen sei die Unterstützung in Visbek riesengroß

In jüngster Zeit habe die Bartimäus-Gruppe Überlegungen für ein barrierefreies Visbek angestellt. Hierzu seien bereits erfolgreiche Gespräche mit der Gemeinde Visbek und dem Visbeker Behindertenbeauftragten Karl Kubisch geführt worden. Ein Wunsch für die Zukunft sei es, dass auch „Stolpersteine in den Köpfen der Menschen“ abgebaut werden.