Große Hilfsbereitschaft in Visbek für Flüchtlinge

Warkstae
Visbeks Plattdeutsch-Beauftragter Erwin Stubbe (links) bedankt sich beim Sprecher der „Flüchtlingshilfe Visbek“ Karl-Heinz Knake mit einem Präsent (Foto: Gemeinde Visbek)

Arbeitskreis berichtet bei „Visbeker Warkstäe“ über Engagement
Rund 165 Flüchtlinge leben derzeit in der Gemeinde Visbek – allesamt dezentral untergebracht. Diese Zahl nannte der Sprecher der „Flüchtlingshilfe Visbek“, Karl-Heinz Knake, auf dem jüngsten Klönabend der „Visbeker Warkstäe“ (08. März).
Die Arbeitskreismitglieder machten deutlich, dass die Betreuung der Flüchtlinge in Visbek dank des ehrenamtlichen Engagements gut verlaufe. „Wir spüren in der Bevölkerung eine große Hilfsbereitschaft – auch materieller Art“, so Karl-Heinz Knake. Dabei sei die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge für die Integrationsbestrebungen vorteilhaft. Um die Mobilität für Flüchtlinge aus den Bauerschaften zu erhöhen, würden allerdings noch weitere Fahrräder für Flüchtlinge gesucht. Ansprechpartner sind hier Annelie Hemmersbach und Franz-Josef Lamping.
Die Angebote der Flüchtlingshilfe würden gut angenommen. Neben einem regelmäßigen Treffen im Pfarrheim der St. Vitus-Kirche, Fahrradtouren und Kegelabenden erfolgte im vergangenen Jahr auch ein gemeinsamer Besuch des Vechtaer Stoppelmarkts. In der Flüchtlingsbetreuung sei gleichwohl jede weitere Hilfe willkommen, um beispielsweise ein gemeinsames Sommerfest zu organisieren oder um als „Hauspaten“ tätig zu sein.
Lobenswert äußerten sich die Mitwirkenden in der Flüchtlingshilfe darüber, dass erste Schritte für eine Einbindung von Flüchtlingen in Visbeker Betrieben erfolgten. „Die Menschen haben das Bestreben, den Lebensunterhalt selbst zu finanzieren“, erläuterte Franz-Josef Lamping.
Obwohl Deutschland ein sehr gastfreundliches Land sei, verspürten Flüchtlinge dennoch vereinzelt Heimweh; es beständen häufig noch Kontakte zur Heimat. Familien würden sich im ländlichen Visbek wohlfühlen, während sich die jungen Männer aufgrund des vielfältigeren Angebots eher zu den Städten hingezogen fühlten. Großen wert legten die Akteure der Flüchtlingshilfe abschließend auf die Feststellung, dass mit den in Visbek lebenden Flüchtlingen bislang keine negativen Erfahrungen gemacht wurden. Es werde allerdings auch eindringlich auf die Wertevorstellungen und Gepflogenheiten in der örtlichen Gesellschaft hingewiesen.