Ausgrabungen in Stüvenmühle begeistern Heimatfreunde

Wesemann
Erläuterte fachkundig die Ergebnisse der Ausgrabungen in Stüvenmühle: Michael Wesemann (Foto: Alfred Kuhlmann)

Michael Wesemann stellt Ergebnisse im Rathaus Visbek vor
Tief in die heimische Geschichte eintauchen – dieses Angebot machten kürzlich (09. März) in einer Gemeinschaftsveranstaltung der Heimatverein Visbek und die Gemeinde Visbek. Referent Michael Wesemann, Grabungstechniker beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege – Stützpunkt Oldenburg –, stellte im Rathaus die Ergebnisse der Ausgrabung einer mittelalterlichen Siedlung in Visbek-Stüvenmühle vor.

Die Bedeutung der Archäologie für die Gemeinde Visbek hoben Bürgermeister Gerd Meyer sowie Heimatvereinsvorsitzender Manfred Gelhaus in ihrer Begrüßung hervor. Dass die Ausgrabungen in Stüvenmühle für Michael Wesemann zu seinen „Herzensprojekten“ – so der Heimatvereinsvorsitzende in seiner Ankündigung – gehört, machte er in seinem Vortrag deutlich. Anschaulich, fachlich versiert und spannend berichtete er über die Ausgrabungen in Stüvenmühle („Sommerbrink“). Im Jahre 2010 mussten die Archäologen ihre Grabungen in der Bauerschaft Endel zunächst beenden. „Die Fortsetzung brannte unter den Nägeln“, erläuterte der Archäologie-Experte.

Fünf Jahre später bot sich die Gelegenheit, die ehemals begonnene Ausgrabung fortzusetzen – und er packte diese Möglichkeit beim Schopf. Mit freiwilligen Grabungshelfern aus den Niederlanden und mit Unterstützung des Landkreises Vechta wurden die Grabungen beendet. Neben zahlreichen Spuren einer bedeutungsvollen mittelalterlichen Siedlung mit Überresten von Lang- und Grubenhäusern aus der Zeit des 9. bis zum 12. Jahrhundert, wurde ein aus großen Findlingen gebauter Keller freigelegt. „Historisch wertvoll“, so abschließend Michael Wesemann. Im Anschluss an seinen Vortrag folgte ein intensiver Informationsaustausch mit den Zuhörern.