18,8 Mio. Euro an geplanten Investitionen für 2016 – Visbek stellt sich für die Zukunft auf

Bürgermeister Gerd Meyer

– Bürgermeister Gerd Meyer nimmt Stellung zum Jahreswechsel –

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
2015 war sowohl ein bedrückendes als auch ein äußerst ereignisreiches Jahr.
Die Terroranschläge in Frankreich – bei unseren Nachbarn und Freunden, der Krieg in Syrien und u. a. in der Ukraine bedrohen den Frieden und unsere Freiheit. Setzen wir auf den Jahreswechsel, die guten Vorsätze und Ansprachen – auf einen konstruktiven Dialog  der Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft weltweit und insbesondere hier in Europa.
Mit dem Blick auf unsere Gemeinde bin ich allen Bürgerinnen und Bürgern dankbar, die durch ihr ehrenamtliches Engagement, durch ihren persönlichen Einsatz Hilfe und Unterstützung leisten. Sie sind es, die durch ihren ehrenamtlichen Einsatz das Leben/das Miteinander so wertvoll machen – gleichwohl wo und wie.

Drei Bereiche möchte ich für 2015 besonders hervorheben – die Flüchtlingshilfe, die Bartimäus-Gruppe und den Förderverein Haus St. Benedikt.  
Im Bereich der Flüchtlingshilfe stehen uns auch 2016 noch große Herausforderungen bevor, denn nach derzeitigem Stand werden bis Ende März 2016 insgesamt ca. 190 Flüchtlinge im Gemeindegebiet wohnhaft sein. Sie brauchen Perspektiven für ihre Zukunft und es wird uns nicht nur vor dem Hintergrund der Aufgabe „Integration“ derer, die hier dauerhaft bleiben werden, noch einiges abverlangt werden. 
Mit dem bürgerschaftlichen Engagement hier in unserer Gemeinde dürfen und können wir alle gemeinsam und mit Zuversicht die Herausforderungen aber auch Chancen des Jahres 2016 annehmen – selbstbewusst, mitmenschlich und weltoffen.

2015 wurden vielfältige Baumaßnahmen umgesetzt bzw. in die Umsetzung gebracht und zukunftsweisende Beschlüsse gefasst, die es uns auch in Zukunft ermöglichen sollen, die vielfältigen Förderungen und Angebote für unsere Familien sowie Bürgerinnen und Bürger aufrecht zu erhalten bzw. auszubauen und für ein Stück mehr an Lebensqualität zu sorgen.
Insbesondere seien hier die intensiven Beratungen, Versammlungen, Bürgerbeteiligungen und Abwägungsergebnisse zum künftigen Gewerbegebiet „Wildeshauser Straße“ genannt. Bei nur einer Gegenstimme wurden die entsprechenden Beschlüsse im Rat gefasst und ich bin zuversichtlich, dass wir  2016 die Umsetzung realisieren können – im Haushaltsplan 2016 sind dafür ca. 7,3 Mio. Euro angesetzt. Damit sind wir für die Zukunft gut aufgestellt, um die Entwicklung der ortsansässigen Betriebe sicherzustellen, neue  Innovationen/Firmengründungen zu ermöglichen und vor Ort Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen.

Eine Schuldenaufnahme bei gleichzeitiger Realisierung weiterer zukunftsträchtiger Maßnahmen (u. a. Sanierung der Benedikt-Schule, Sporthallenneubau, Dorferneuerung Rechterfeld, Straßenbau und Sanierung der Altdeponie usw. –  Investitionen sind im Haushaltplan 2016 aufgelistet –) ist daher auch wirtschaftlich verantwortbar, zumal die aufzuwendenden Finanzmittel im Wesentlichen durch Veräußerung wieder als Einnahmen zu verzeichnen sein werden.      
Im Wohnungsbau sind zwei weitere Wohnbaugebiete in Planung und zwei weitere Gebiete in Vorbereitung. Ebenfalls steht der Mietwohnungsbau im Fokus und derzeit werden konkrete Gespräche mit Grundstückseigentümern und Investoren geführt. Zwei größere Mietwohnungsobjekte stehen in 2016 zur Realisierung in Visbek und Rechterfeld an.

Hinsichtlich der Familienförderung sind für 2016 fast 230.000,00 Euro an freiwilligen Sachleistungen im Haushalt eingeplant. Zusätzlich wurde in 2015 eine Kindergartenaußenstelle an der Ahlhorner Straße eingerichtet.        Weitere bauliche Maßnahmen sind aktuell in Abstimmung, da im Hinblick auf die Flüchtlingsentwicklung/Familiennachzug hier der Bedarf ein weiteres Agieren erfordert.
Auch die Freizeitgestaltung/gesundheitsfördernde Maßnahmen - wozu auch die neue Sporthalle nötig ist, die Unterstützungen für die Vereinsarbeit, die Kulturarbeit, Maßnahmen zur Daseinsvorsorge und im Sinne der Umwelt/des Umweltschutzes sind zusammen mit etlichen Einzelmaßnahmen ebenfalls für 2016 vorgesehen.

Ich möchte in diesem Zusammenhang dabei deutlich hervorheben, dass dieses Agieren – es sind 2016 18,8 Mio. Euro an Investitionen eingeplant – nur möglich ist, weil die innovativen Unternehmen mit ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern hier in der Gemeinde Visbek die nötigen Finanzmittel erwirtschaften.
Dafür allen Beteiligten und natürlich auch den vielen „Ehrenamtlichen“ in  den Vereinen, Gruppen und Institutionen für ihren unermüdlichen Einsatz/ für das gute Miteinander, die offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle der Gemeinde ein herzliches Dankeschön.

Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern für 2016 Gesundheit und Zufriedenheit, Glück und den Mut, etwas Neues zu beginnen und Begonnenes nicht aufzugeben.
Glücksäg‘ns Neijohr!