Heime in Alvitas lindern Not für zahlreiche Kinder

Alvitas

Alfons Hoping berichtet bei „Visbeker Warkstäe“ über seine Projekte

Der Trend gilt nicht erst seit dem aktuellen Anstieg der Flüchtlingszahlen: Die Menschen im Oldenburger Münsterland sind bereit, zu helfen. Dies hat auf dem jüngsten Klönabend der „Visbeker Warkstäe“ (08. Dezember) eindrucksvoll Alfons Hoping, Astrup, unter Beweis gestellt.
Seit 1995 engagiert sich der 64-Jährige in der Litauenhilfe. Gemeinsam mit seiner Familie und verschiedenen Interessengruppen hat er in Alvitas zwei Kinderheime errichtet. Alfons Hoping, der auch Ehrenbürger von der Region (Landkreis) Vilkkaviskis, inklusiv Alvitas ist, verdeutlichte das Schicksal der Kinder in dem baltischen Staat. „Durch die Kinderheime wird die Not zahlreicher Kinder in der Region ein wenig gelindert“, so der Astruper. Mittlerweile seien über ein hundert Kinder und Jugendliche in den Heimen betreut worden.
Neben der wechselvollen Geschichte des nordeuropäischen Landes berichtete er in plattdeutscher Sprache auch über den Beginn seines sozialen Engagements. Als Mitarbeiter eines weltweit tätigen Landmaschinenunternehmens habe er über Clemens Rottinghaus (seinerzeit Referent beim Landescaritasverband Vechta) und die Kolpingfamilie Wildeshausen im Sommer 1995 den ersten Kontakt nach Litauen gehabt. Dabei ging es um den Einsatz gebrauchter landwirtschaftlicher Maschinen und sonstigen Hilfsgütern in dem Land.
Bereits zu dem Zeitpunkt sei er auf Pfarrer Vytautas Kajokas gestoßen, der ihn all die Jahre bei seinem Projekt begleitet habe und der heute noch vor Ort die Verteilung der Gelder und Spenden koordiniert. Und das Gesamtergebnis kann sich mehr als sehen lassen. In zwanzig Jahren wurde eine Spendensumme von fast 250.000 Euro aufgebracht; hinzu kommen Sachspenden in Höhe von rund 500.000 Euro.
„Mittelfristig müssen wir besonders in den Betrieben und Behörden die Strukturen verbessern. Hierzu wurden im Oldenburger Münsterland bereits erste Gespräche mit potentiellen Kooperationspartnern geführt“, so Alfons Hoping abschließend. Musikalisch umrahmt wurde der Klönabend durch wundervolle Lieder von Karolina Kulikauskiene. Die ausgebildete Musikpädagogin stammt aus Litauen, wohnt aber seit fast zwei Jahren in Visbek.

Foto: Gemeinde Visbek (Alfred Kuhlmann)
Informierten über Kinderheime in Alvitas/Litauen: v. l. Erwin Stubbe, Plattdeutsch-Beauftragter der Gemeinde Visbek, Karolina Kulikauskiene, Alfons und Margret Hoping.