Gemeinde Visbek investiert Millionen

Bürgermeister Gerd Meyer

Bürgermeister Meyer: Finanzieller Kraftakt für zukunftsorientierte Entwicklung

Die bis auf ein zinsloses Darlehen der Kreisschulbaukasse seit Jahren schuldenfreie Gemeinde Visbek sieht sich gezwungen, eine Reihe von zukunftsträchtigen Investitionen in den kommenden Jahren über neue Kredite zu finanzieren. Darauf hat Bürgermeister Gerd Meyer jetzt hingewiesen. Im Investitionsplan für die Jahre 2015 und 2016 ist eine Kreditaufnahme von rund 7 Millionen Euro vorgesehen. Die genaue Höhe der notwendigen Kredite richtet sich dabei nach der konkreten Umsetzung der Investitionsmaßnahmen und den Einnahmen. Dieser „finanzielle Kraftakt“ sei seitens der Verwaltung erforderlich, um die Gemeinde für die kommenden Jahre richtig aufzustellen. Ab 2016 sollen die Kredite möglichst rasch getilgt werden. „Wirtschaftlich ist die Gemeinde Visbek dazu in der Lage“, so Meyer.
Mit der Neuverschuldung will Visbek wichtige Maßnahmen im Rahmen der Daseinsvorsorge realisieren. Ganz oben auf der Liste steht die Realisierung des Gewerbegebietes „Wildeshauser Straße“. Dies würde die Steuereinnahmen der Gemeinde (vor allem Gewerbesteuer, Gemeindeanteil an der Einkommens- und Umsatzsteuer sowie Grundsteuer B) sichern und ausbauen und wohnortnahe Arbeitsplätze schaffen. Hier sind in den kommenden Jahren Investitionen in Höhe von 7,3 Millionen Euro vorgesehen.
Für die Benedikt-Schule sind im Haushalt 2015 bereits 1,7 Millionen Euro vorgesehen für umfangreiche Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen. Je nach Entwicklung des Schulstandortes werden in den Folgejahren u. a. für Mensaneubau, Fassadensanierung, neue Fenster, Inklusionsmaßnahmen und den Umbau vorhandener Klassenräume weitere Finanzmittel benötigt. Die weiteren Planungen werden mit dem Landkreis Vechta und der Schule abgestimmt, so Meyer. „Höchste Priorität hat hier die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte.“
Weitere jeweils 900.000 Euro in den Jahren 2015 und 2016 sind für die neue Sporthalle in Visbek eingeplant. 950.000 Euro sind für den Endausbau des Wohngebietes „Uhlenkamp II“, 645.000 Euro für die Dorferneuerung in Visbek und Rechterfeld, 310.000 Euro für ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr Rechterfeld, 300.000 Euro für das Informationszentrum („Heimathaus“) und 222.000 Euro für den Ankauf von Wohnbaugrundstücken vorgesehen. Auch die freiwillige, außergewöhnliche Familienförderung will die Gemeinde Visbek aufrecht erhalten.
Angesichts dieser und vieler anderer Projekte  für eine positive und zukunftsorientierte Entwicklung der Gemeinde ist eine Kreditaufnahme „zwingend erforderlich“, so Bürgermeister Meyer.