Geschichte/Chronik

Abt Gerbert Castus
Abt Gerbert Castus mit Gefährten

Zurück in eine sagenhafte Zeit.

Wohl am 01. September 819 wurde Visbek erstmals urkundlich erwähnt. An diesem denkwürdigen Tag verlieh Kaiser Ludwig der Fromme dem Abt Gerbert Castus für die Missionszelle Visbek und die ihm untergebenen Kirchen im Leri-, Hase- und Fenkigau die Freiheit von allen Abgaben und eine eigene Gerichtsbarkeit.
Doch der Ort Visbek, der ursprünglich mal "fiscbechi" hieß, zählt zu den ältesten besiedelten Orten zwischen Weser und Ems. Eindrucksvoller Beleg dafür sind die vorgeschichtlichen Megalithgräber wie "Visbeker Braut", "Visbeker Bräutigam" und "Heidenopfertisch" aus der Zeit um 3400 v. Chr. Unter den Experten gilt die Region um Visbek als eine der klassischen Quadratmeilen deutscher Vorgeschichte, und die Großsteingräber gehören zu den bedeutsamsten archäologischen Denkmälern Norddeutschlands.
Die positive Entwicklung Visbeks hat einen guten Grund in der - auch schon für damalige Verhältnisse - verkehrsgünstigen Lage. So entwickelte sich Visbek bereits in vorchristlicher Zeit zum einem bedeutenden Mittelpunkt, gelegen am Kreuzungspunkt zweier wichtiger Verkehrswege von Ost nach West (Reuterweg) und Nord nach Süd (Pickerweg).
Ein wichtiges Kapitel in den Geschichtsbüchern schrieb Visbek um 800 n. Chr. Denn von Visbek aus leitete Abt Gerbert Castus die Christianisierung der Sachsen ein. In Visbek stand die erste Kirche des Missionsbezirkes, die Urkirche. An gleicher Stelle steht heute die in den Jahren 1872 - 1876 erbaute Pfarrkirche "St. Vitus." 

 
Schafstall Varnhorn
Schafstall Varnhorn

Eher eine Randnotiz der Geschichte ist die Übernachtung Kaiser Napoleons in einem Schafstall in Varnhorn. Ob es tatsächlich so gewesen ist, ist nicht verbürgt. Sicher ist: Wenn Sie heutzutage in Visbek Geschichte erleben möchten, bieten sich weitaus bequemere Quartiere an.

Wir freuen uns auf Sie!